
Durch Druckbelastung (Aufliegen) entstehen, beispielsweise bei anhaltender Bettlägerigkeit von Patienten und bei Querschnittgelähmten, oft Wundstellen. Diese nennt man Dekubitus, auch Aufliege- oder Druckgeschwüre. Umgangssprachlich spricht man auch vom „sich wund liegen“. Ein Dekubitus kann von den oberflächlichen Hautschichten über die tiefer liegenden Bindege- websschichten bis hin zum Knochen reichen, eine beträchtliche Größe erreichen und schwere, dauerhafte Defekte nach sich ziehen. Die Entstehung eines Druckgeschwürs zu verhindern, ist Ziel der Dekubitusprophylaxe. Vorbeugend wird das Hauptrisiko für Dekubitus -langes, festes, unbewegliches Liegen- durch Mobilisation beseitigt. Falls dies nicht möglich ist, sollen die durch mangelnde Durchblutung und Versorgung entstehenden Gewebsdefekte bereits im Ansatz erkannt und bekämpft werden.
Datum der letzten Änderung: 21. Januar 2010, (Matthias Potysch)