
Wer einen Angehörigen selbst pflegt oder pflegen möchte, weil dieser durch eine Behinderung, einen Unfall, eine schwere Erkrankung oder altersbedingt pflegebedürftig ist, stellt sich einer verantwortungsvollen und nicht immer einfachen Aufgabe. In vielen Fällen müssen beispiels- weise Schwierigkeiten organisatorischer und finanzieller Art gemeistert und die notwendigen pflegerischen Kenntnisse und Fertigkeiten erworben werden. Für die Beziehung zum Partner, die Familie und das Verhältnis zum Freundeskreis kann die neue Situation ebenfalls eine Prüfung bedeuten. Nicht zuletzt ist die Pflege eine oftmals unterschätzte Belastung der eigenen körper- lichen wie psychischen Reserven, speziell wenn Pflegebedürftige umsorgt werden, die einer intensiven Rundumbetreuung bedürfen, beispielsweise wegen fortschreitender Demenz oder dauerhafter Bettlägerigkeit. Für den Pflegenden ist es wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen und sich eine beginnende oder chronische Überlastung ehrlich einzugestehen.
Datum der letzten Änderung: 27. Januar 2010, (Matthias Potysch)