
Die Zeiten, in denen Pflege bereits als gut galt, wenn der Patient „satt und sauber“ war, sind glücklicherweise schon lange vorbei. Mittlerweile weiß man, dass gerade auch die Psyche eine zentral wichtige Rolle einnimmt, wenn es um die Bewertung der eigenen Situation und der ge- fühlten Lebensqualität geht. Trotz dieses Wissens ist im Pflegealltag das Zeitfenster für eine umfassende menschliche Zuwendung gerade in Pflegeeinrichtungen meist recht schmal. Auch bei der Pflege zu Hause ist es nicht immer einfach, auf die emotionalen Bedürfnisse des Pflege- bedürftigen angemessen einzugehen und genügend Aufmerksamkeit, Nähe und Wärme spen- den zu können. Der Pflegende sollte im Rahmen seiner Möglichkeiten versuchen, diesen An- spruch zu erfüllen, denn persönliche emotionale Zuwendung hat einen hohen Stellenwert - nicht nur, weil sie Schmerzen erträglicher macht und Folgeerkrankungen vorbeugen kann.
Datum der letzten Änderung: 25. Januar 2010, (Matthias Potysch)