
Blutgerinnsel, die die Gefäße verstopfen (Thrombosen) und die Komplikationen, die sie nach sich ziehen, werden oft unterschätzt. In den Industrieländern gehören sie zu den häufigsten Todes- ursachen - und das mit steigender Häufigkeit im fortgeschrittenen Alter. Die Thrombosevor- beugung bei operativen Eingriffen ist inzwischen zur Routine geworden. Nach Meinung einiger Experten ist jedoch das allgemeine Risikobewusstsein bezüglich konservativ behandelter Patienten weiter verbesserungsfähig. Als „konservativ“ werden in der Medizin nichtoperative Therapieformen bezeichnet. Vor allem vorübergehend oder dauerhaft zur Unbeweglichkeit gezwungene Pflegebedürftige sind durch Thrombosen gefährdet, speziell dann, wenn sie zusätzlich noch z.B. unter einer Herzschwäche oder einer Lungenentzündung leiden. Deshalb ist es bei ihnen besonders notwendig, eine sorgfältige Thromboseprophylaxe durchzuführen.
Datum der letzten Änderung: 21. Januar 2010, (Matthias Potysch)